Into the Wild

June 8, 2017

Den hoffentlich letzten Schneefall in diesem "Sommer" haben wir in Cantwell in einer gemütlichen Lodge ausgestanden. Dort erfuhren wir auch, dass der Film "Into the Wild" in der Region des Denali Highways gedreht wurde und die Schauspieler während den Dreharbeiten in unserer Lodge untergebracht waren. Getreu dem Filmtitel (aber hoffentlich nicht dem Inhalt...) machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg in die Wildnis. 

  

Der Denali Highway war ursprünglich die einzige Zufahrtsstrasse zum Denali Nationalpark. Seit der Eröffnung des Parks Highways brausen die meisten Touristen in ihren RV's nun direkt von Anchorage zum Nationalpark hoch und die rund 200 km lange Schotterpiste wird nur noch sehr spärlich befahren. Entlang des Highways gibt es gerade mal vier einfache Lodges, ansonsten findet man nichts weiter als Wildnis, Flüsse, Seen und Berge, soweit das Auge reicht. 

 

Einsam waren wir aber auf unserer Fahrt auf dem Denali Highway nie. In der Lodge in Cantwell hatten wir nämlich Manja und Martin aus Thun kennengelernt. Sie sind auch mit den Velos unterwegs und möchten in zwei Jahren die ganze Panamericana bis nach Ushuaya runterfahren. Da wir ein ähnliches Fahrtempo hatten, sind wir uns jeden Tag mehrmals begegnet, haben die Abende auf dem Zeltplatz zusammen verbracht oder mit einem wohlverdienten Bier in einer der Lodges angestossen. 

 

Die Fahrt auf dem Denali Highway war wirklich ein Leckerbissen sondergleichen: Umgeben von den imposanten Bergen der Alaska Range wartete hinter jedem Talende und nach jedem Pass eine neue, eigentümliche Landschaft mit traumhaftem Panorama. 

 

Nach vier Tagen erreichten wir Paxson, den östlichen Endpunkt des Denali Highways. Nun war es aber nicht so, dass Paxson zum längeren Verweilen eingeladen hätte - ausser einem verlassenen Hotel und einer geschlossenen Tankstelle gab es eigentlich nicht viel. Wir fragten uns ein bisschen, wie wohl ein solcher Ort einen Punkt auf der Landkarte verdient hat... 

 

 

Bis zum nächstes Ort mit Einkaufmöglichkeiten waren es noch weitere 150 km Fahrt. Auch diese zwei Tage waren landschaftlich schlicht traumhaft, denn wir durchquerten jetzt die Alaska Range von Süden nach Norden - oft in Sichtweite der Öl-Pipeline - und waren nun mitten drin in diesen unglaublich imposanten Bergen. 

 

Als wir nach einer Monsteretappe dann endlich in Delta Junction angekommen sind, waren wir doch recht froh. Obwohl wir genügend Essensvorräte (inkl. Reserverationen) dabeigehabt hatten, fiel das letzte Mittagessen trotzdem etwas dürftig - wenn auch nich kallorienarm - aus... 

 

In Delta Junction ist der Name wirklich Programm: Ausser der Kreuzung zweier Highways gibts da nämlich nicht viel zu sehen. Auch hier hat man den Eindruck, als hätte der Ort schon bessere Zeiten erlebt... Beklagen können wir uns aber nicht - immerhin hat es einen Supermarkt mit frischem Gemüse, einen Liquor Store mit leckeren Weinen und sogar einen Outdoor/Waffenladen - was will man mehr?? :-)

 

 

 

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Aktuelle Einträge

February 27, 2018

September 19, 2017

Please reload

Archiv
Please reload