Von Seattle zu den North Cascades

August 20, 2017

Nach der Umrundung der Olympic Peninsula gönnten wir uns vier Tage Pause in Seattle. Bereits die Überfahrt mit der Fähre von Bremerton nach Seattle war spektakulär und bot eine wunderbare Aussicht auf die Skyline der Stadt und die Berge im Hintergrund. Sogar Mount Rainier bekamen wir das erste Mal in seiner vollen Pracht zu Gesicht.

 

Die Tage in Seattle verflogen im Nu. Nach einer äusserst unterhaltsamen und lehrreichen «Free Walking Tour» erkundeten wir die Stadt mit ihren vielseitigen Quartieren, netten Kaffees und leckeren Restaurants und Bars ausgiebig. Natürlich stand auch etwas Shopping auf dem Programm und so haben wir uns auch mit dem einen oder anderen neuen Fotografie-Gadget (unteranderem ein Stativ) eingedeckt. Wir freuen uns bereits darauf, die neuen Errungenschaften zu testen und hoffen auf viele tolle Fotosujets im weiteren Verlauf der Reise.

 

 

Per Zufall erfuhren wir, dass während unserer Zeit in Seattle die «Seafair» – ein alljährliches Sommerfest – stattfindet. Eine der vielen Attraktionen war die Ausstellung diverser Boote im Hafen, darunter auch ein Zerstörer der Navy mit 2 Helikopter an Bord. Wir waren natürlich neugierig, ein solches Schiff aus der Nähe zu sehen und machten an einer Führung mit. Nebst Hintergrundinformationen zum mehrmonatigen «Leben» auf hoher See war für uns vor allem spannend zu erfahren, dass ein solches Boot (neben Einsätzen im Krieg natürlich) z.B. auch oft im Auftrag der UN das Seeterritorium kleiner Nationen im Pazifik bewacht. Es ist nur zu hoffen, dass auch in Zukunft der Haupteinsatz dieser Schiffe zu friedfertigen Zwecken sein wird…

 

Nach vier Tagen Grossstadtleben machten wir uns auf den Weg Richtung Norden zum Start der Sierre Cascade Route. Eigentlich hatten wir keine Lust, mit den Velos aus der Grossstadt zu fahren und wollten daher den Zug bis nach Mount Vernon nehmen. Es stellte sich aber (zu Evelines Entsetzen) heraus, dass gerade mal zwei Züge am Tag fahren und dass diese für die nächsten Tage ausgebucht waren. So waren wir gezwungen, die Stadt doch per Velo zu verlassen. Google sei Dank fanden wir recht einfach eine Route auf Radwegen und wenig befahrenen Strassen, welche uns auf relativ direktem Weg aus der Stadt führte. Einmal mehr waren wir fasziniert von den Möglichkeiten von iPhone und Co. und stellten uns vor, wie mühsam die Routensuche wohl vor zehn Jahren gewesen wäre…

Nördlich von Seattle bauten wir einen kleinen Umweg nach Everett ein, um die Boeing-Werke zu besuchen. Für Philipp war dieser Abstecher quasi eine Weiterbildungs-Exkursion und die Führung durch die Produktionsanlage des Boeing Jumbo und des Dreamliner waren dann auch recht eindrücklich.

 

In Everett gönnten wir uns ausserdem zwei Tagen Pause bei den Warmshowers Tom und Jeanne Crisp und erholten uns beide von einer mühsamen Erkältung. Einigermassen gestärkt brachen wir dann auf um mit der Sierre Cascade Route zu starten. Lange hatten wir uns darauf gefreut und wir sind nun gespannt, was uns die nächsten paar Wochen bringen werden…

 

 

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